events   galerie     disclaimer   impressum
Startseite News Lugarawa Hospital Projekte Mitmachen
startseite - st. john´s hospital shop2help


fakten
Das Spital
  menschen
Die Mitarbeiter
  aufgaben
Die Abteilungen
  zentrum
Externe Leistungen
 
spendenkonto
Jetzt mitmachen
 
st. john's hospital  
 


das spital
St. John´s Hospital Lugarawa
Die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung ist ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung einer ganzen Region, so dass die Unterstützung dieser Grundversorgung weitreichende positive Auswirkungen auf alle Menschen im Einzugsgebiet hat. Allein schon das Vorhanden sein des Spitals bewirkt grössere Bindung an die Region und stellt einen wirtschaftlichen Hotspot dar, der eine relativ unbedeutenden Kleinstadt im ländlichen Gebiet zu einem regionalen Zentrum wachsen liess. Diese Entwicklung fortzusetzen und das St. John´s Hospital bei der Erfüllung der steigenden Anforderungen zu unterstützen stellt seit Beginn unseres Engagements für Lugarawa einen zentralen Aspekt unserer Arbeit dar.

  Hospital - 450

 
reichweite und bedeutung  
 
AUF EINEN BLICK  
errichtet: um 1948
rechtsträger: Diözese Njombe
mitarbeiter: ~ 120
hebammen: 6
schwestern / pfleger ~ 45
ärzte: 3
clinical officers: 3
betten: ~ 130
finanzierung: aus Gebühren, Krankenkassen, Spenden, Betriebe
   

 

  Das von der Diözese Njombe betriebene St.John´s Hospital in Lugarawa stellt für die gesamte Region im Umkreis von bis zu 100 Kilometern (d.h. etwa 5 Stunden Fahrt oder vier Tage Fußmarsch) mit etwa 75.000 Anwohnern die wichtigste Anlaufstelle für medizinische Belange dar.
Für unsere Arbeit in Lugarawa ist das Spital naturgemäss ein zentrales Thema, mit dem ein Grossteil unserer Aktivitäten verbunden ist.


Im Krankenhaus gibt es 4 Stationen - Männerstation und Frauenstation (jeweils internistisch und chirurgisch), eine Kinderstation und eine Wöchnerinnenstation (Maternity). Insgesamt ist das Krankenhaus auf 130 Betten ausgelegt. Für die Operationen stehen 2 OP’s zur Verfügung. Die gesamte Arbeit wird von 2 Ärzten und einer Ärztin (gleichzeitig Benediktiner-Nonne) erledigt, die die landesübliche Ausbildung zum Medical Officer (5jährige College-Ausbildung, die ein chirurgisches Trainingsprogramm beinhaltet) absolviert haben. Sie müssen das gesamte medizinische Feld abdecken, sowohl in konservativer internistischer Hinsicht als auch operativ und besonders geburtshilflich.

Neben diesen Abteilungen gibt es eine allgemeine Ambulanz (OPD, Out-Patients-Department), die von 3 Clinical Officers bespielt wird, eine HIV Ambulanz der staatlichen Organisation CTC, eine diagnostisches Labor mit Mikrobiologie, ein Röntgen, eine Mutter-Kind-Klink (RCH, reproduktiv and child health), eine Zahnambulanz und eine Augenambulanz, die allerdings kein qualifiziertes Personal zu Verfügung hat. Es gibt auch eine öffentliche Apotheke, die verschriebene Medikamente an die ambulanten Patienten verkauft.


 
geschichte  
 
SJH_Geschichte_220  
  Der Kernbau des Spitals wurde in den 1920ern von deutschen Benediktiner-Mönchen als Verbandsstation (Dispensery) errichtet und in den folgenden Jahren laufend vergrössert. Auch heute noch gibt es ein Konvent der Benediktinerinnen im Ort, dessen Schwestern zum Teil im Spital beschäftigt sind, während das Krankenhaus selbst in den 1970er Jahren von den Benediktinern an die Diözese Njombe übergeben wurde, welche weiterhin Betreiber und Rechtsträger ist.
Der ursprüngliche Bau wurde im Lauf der Jahre immer mehr erweitert und modernisiert, auch Technik und Infrastruktur wurden an die gestiegenen Anforderungen soweit möglich angepasst. Mittlerweile verfügen alle Stationen und Krankenzimmer über elektrischen Strom, Leitungswasser gibt es allerdings nur an zentralen Waschplätzen und in den Sanitärräumen.

[NACH OBEN]

 
patientenversorgung  
 
SJH_Patientenversorgung_220  
  Die Verpflegung der Patienten erfolgt nicht durch das Spital, sondern muss – wie übrigens auch in Südeuropa – durch die Patienten selbst oder durch Begleitpersonen beigebracht werden. Für diese Begleitpersonen – meist Familienmitglieder und Kinder – stehen Unterkünfte und Kochstellen zur Verfügung, diese wurden in den Jahren 2012 und 2013 aus Mitteln des Spitals und Zuwendungen durch unseren Verein sowie Partner aus Italien neu errichtet um auch den Angehörigen adäquate Unterkünfte bieten zu können.

[NACH OBEN]

 
 
personalsituation  
 
SJH_Personal_220  
  Das Krankenhaus beschäftigt 120 Mitarbeiter, davon ca 45 Krankenpfleger/-schwestern, 6 Hebammen, 3 Ärzte (Medical Officers, führen Abteilungen und machen Operationen), 3 Clinical Officers (behandeln einfache Routinefälle im Ambulanzbetrieb), Mitarbeiter der Verwaltung sowie Reinigungspersonal, Wachpersonal, technisches Personal, Mitarbeiter in der Wäscherei, der Apotheke, der Kantine, der Näherei, dem Copy Shop.
In einem ländlichen Gebiet wie Lugarawa zu arbeiten bringt für die Mitarbeiter Nachteile mit sich – nur wenige qualifizierten Arbeitskräfte sind bereit diese auf sich zu nehmen:
  • In Lugarawa ist seit 2013 die Telefonverbindung zusammengebrochen, um ein Telefonat zu führen muss man einen Berg besteigen, oder in ein 12 km entferntes Dorf fahren/gehen.
  • Es gibt kein Internet
  • Die nächsten größeren Ort mit Einkaufsmöglichkeiten sind ca 80 - 100km weit entfernt.
  • Busse, die Lugarawa und das Hinterland mit den größeren Ort Ludewa und Njombe sind überfüllt, langsam, unzuverlässig und oft defekt. Wenn man in Njombe einkaufen möchte, Bankgeschäfte oder Behördenwege zu erledigen hat oder ein simples Email schreiben möchte muss man meist dort übernachten. Durch die lange Anfahrt bleiben nur 2-3 Stunden bis der Bus wieder zurück fährt – zu wenig um unter den ortsüblichen Voraussetzungen seine Angelegenheiten zu erledigen.
  • Die Wohnhäuser für die Mitarbeiter des Krankenhauses (Staff Quarters) sind stark renovierungsbedürftig und bieten nicht genug Platz für Familien.
  • Die Gehälter sind zwar den öffentlichen, staatlichen Krankenhäusern angepasst, aber oft fehlt das Geld um die Überstunden aus zu bezahlen.
  • Für Ärzte gibt es keine Möglichkeit mit „Privatpatienten“ Geld dazu zu verdienen.

Die Schwesternschule bildet jährlich 40 – 60 Pflegekräfte heran – nur wenige davon bleiben in Lugarawa. Ebenso gehen durch die schlechten Rahmenbedingungen viele Fachkräfte aus den Betrieben und Schulen von Lugarawa dem lokalen Arbeitsmarkt durch Abwanderung verloren. Eine Verbesserung der Situation ist derzeit - zumindest was Kommunikation und Verkehr betrifft - leider nicht zu erwarten.

[NACH OBEN]

 
 
betrieb und finanzierung  
 
SJH_Betrieb_220  
  Das Krankenhaus wird von der katholischen Diözese Njombe unter Bischof Alfred Maluma als Rechtsträger geführt und verwaltet und ist somit ein Privatspital. Dem entsprechend komplex ist das Problem der Finanzierung, die aus einer ganzen Reihe - manchmal auch recht ungewöhnlicher - Quellen bestritten wird:
  • Das Gesundheitsministerium von Tanzania beteiligt sich an den Kosten zum Betrieb des Krankenhauses indem die Gehälter der ausgebildeten Schwestern, Pfleger, Ärzte und Clinical Officers bezahlt werden.
  • Der „Basket Fund“ - eine durch 7 internationale Partner gesponserte Organisation, die die medizinische Versorgung auf regionaler Ebene in den ländlichen Gebieten aufrecht erhält – übernimmt die Kosten für einige Medikament (v.a. Malaria) und stellt die gesamten finanziellen Mittel für den Betrieb der RCH (Reproduktive and Child Health) Clinic (Mutter-Kind-Klink) zur Verfügung.
  • Die Patienten bezahlen für ihr Behandlung und tragen somit ebenfalls eine Teil (ca 25%) zu den verbleibenden Kosten bei (eine ambulante Behandlung kostet ca 75 Cent – die Aufnahmegebühr für stationäre Behandlung ca 5 Euro – ein Kaiserschnitt ca 17 Euro)
  • Das Krankenhaus „verdient Geld“ durch den Betrieb der Kantine, eines Shops und eines Copy Shops (Stationary) sowie durch Verpachtungen eines Wohnhauses und der Vermietung von Unterküften in einem Guesthouse.
  • Eine öffentliche Apotheke und eine Buslinie, die mehrmals pro Woche zwischen Lugarawa und Ludewa verkehrt tragen weiter zur Finanzierung bei.
  • Mit dem entgeltlichen Betrieb einer Maismühle, einer Ölpresse und dem Verleih eines Traktors wird für die Kleinbauern der Umgebung Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

Weitere Finanzierungsquellen sind die Spendengelder unseres Vereins (regelmäßiger Ankauf von Medikamenten und Verbrauchsgütern) und Sachspenden von Dr. Lino Morisi über das „Centro Missionarin Persicetano“ (Bologna), sowie gelegentlich andere Spender aus Europa und Amerika. Ohne die Spenden zum Ankauf der Medikamente hätte das Krankenhaus 2009 geschlossen werden müssen und könnte auch heute den Betrieb nicht aufrechterhalten.

[NACH OBEN]

 
 
 
 
IBAN: AT90 5800 0205 2717 5012
BIC: HYPVAT2B
shop2help