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kennen sie eigentlich ...
Lugarawa
Die Kleinstadt Lugarawa liegt etwa 800 Kilometer südwestlich von Dar Es Salaam, wo sich auch der Internationale Flughafen befindet. Dar es Salaam liegt an der Ostküste am Indischen Ozean und ist zwar nicht die Hauptstadt von Tanzania (das ist Dodoma), aber als größte Stadt des Landes Sitz vieler Regierungs- und Internationaler Organisationen. Lugarawa liegt in der Region Iringa unweit des Nyassa Sees (Malawi See) auf einer Seehöhe von ca 1500m in einem fruchtbaren, relativ wasserreichen Hügelland. Trotz der einfachen dörflichen Struktur gilt Lugarawa als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region, etwa 25.000 Menschen leben im unmittelbaren Einzugsgebiet, davon etwa 8.000 direkt in der Ortschaft. Die Menschen leben großteils von der Landwirtschaft oder arbeiten als Tagelöhner, das Krankenhaus der größte Arbeitgeber der Region.
 


 
Einfluss und bedeutung  
 
AUF EINEN BLICK  
gründung: um 1926
einwohner: ca. 8.000
Einzugsgebiet: ca. 25.000
busverbindungen: 4 x täglich
verkehrsampeln: keine
polizisten: 2
elektrizität: 125 kW gesamt

 

 
Wirtschaft - Lugarawa ist das wirtschaftliche Zentrum eines grossen Einzugsgebietes von nahezu 100 Kilometern Radius. Hier fiden sich Gewerbebetriebe, Handel und Gastronomie in Form von Gästehäusern die Geschäftsreisenden Unterkunft bieten.

 
Gesundheit - Das Krankenhaus ist zentrale Anlaufstelle für etwa 75.000 Menschen im Einzugsgebiet und stellt die einzige nennenswerte Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung der Region dar.

 
Kultur und Religion - Katholiken stellen in dieser Gegend Tanzanias die grösste religöse Gruppe dar. Daneben gibt es eine kleine anglikanische Gemeinde und einige Muslime. Das Verhältnis Christen zu Muslimen verlagert sich mit zunehmender Entfernung von der Küste ins Landesinnere zugunsten der christlichen Religionen. Die Pfarre Lugarawa übernimmt wichtige Aufgaben für die Allgemeinheit wie die Verwaltung des Spitals, Betrieb von Infastruktur oder das Postwesen.

 

 

             


 
lage und anreise  
 
LUG_Lugarawa_Geschichte
Reiseroute

LUG_Lugarawa_Geschichte
Orientierungsplan
  Die Anreise nach Lugarawa erfolgt am besten mit dem Flugzeug nach Dar es Salaam, der grössten Stadt in Tanzania. Der internationale Flughafen wird von einigen grossen Fluglinien wie Swiss, KLM, Turkish Air oder Egypt Air nahezu täglich angeflogen, die Reise z.B. von Zürich nach DAR dauert etwa 11 Stunden.
Einmal im Land, sind es dann noch ca. 800 Kilometer bis Lugarawa die am besten mit dem Auto oder mit dem Bus zurück gelegt werden. Dafür sind ca. zwei Tag (Autofahrt) oder - je nach Zustand des Busses - zwei bis x Tage (Busreise) einzuplanen. Die Strecke führt entlang der Fernstrasse A1 von DAR über Morogoro, Mikumi und Iringa nach Makambako, wo die Regionalstrasse nach Njombe abzweigt.
In Njombe endet die Asphaltstrasse, ab hier geht es über eine Staub- oder Schlammstrasse (je nach Jahreszeit) die letzten 120 Kilometer bis Lugarawa. Auch hier bietet sich eine tägliche Busverbindung (ca. 4 Stunden in der Trockenzeit, variabel bei Regen) oder die Reise mit dem Geländewagen (ca. 2 Stunden) an.
Wir haben auf vielfachen Wunsch eine Übersichtskarte der Reiseroute DAR-Lugarawa sowie einen Orientierungsplan von Lugarawa (basierend auf einem Satellitenfoto) erstellt um eine Vorstellung von Reise und Örtlichkeit zu geben. Trotzdem oder gerade deshalb ersuchen wir dringend, KEINE Reisen oder Besuche in Lugarawa ohne vorherige Absprache mit den lokalen Verantwortlichen - insbes. Fr. Jordan Mwajombe - zu unternehmen !

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geographie  
 
LUG_Lugarawa_Geographie  
  Die üblichen Vorstellungen von Afrika, die man als europäischer Reisender mit vor dem geistigen Auge hat, werden in der Gegend um Lugarawa grundsätzlich revidiert: Die Stadt befindet sich inmitten eines Gebirgszuges mit Bergen von weit über 2000 m Höhe und liegt selbst auf einer Seehöhe von etwa 1500 m über dem indischen Ozean.
Das Klima ist typiches ostafrikanisches Hochlandklima mit einer anfangs kalten, im weiteren Verlauf immer heisser werdenden Trockenzeit und einer warmen bis gemässigten Regenzeit von etwa Ende November bis Anfang Mai. Zu Beginn der Trockenzeit im Mai kann es empfindlich kalt werden, Temperaturen nahe 0° sind Nachts durchaus möglich während tagsüber bei Sonnenschein leicht über 20°C erreicht werden. Im November sind dann Temperaturen jenseits der 30°C üblich.
Dieses Klima wirkt sich positiv auf Landwirtschaft und Gesundheit aus, lokale Malaria ist etwa im Vergleich zu den tiefer gelegenen Regionen Tanzanias ein eher geringes Problem. Es gibt zumeist ausreichend Wasser, was auch eine gute Grundlage für lokale Energieversorgung durch Kleinwasserkraftwerke bedeutet. In der unmittelbaren Umgebung von Lugarawa betreiben mehrere Ortschaften ihre eigenen Kraftwerke während ein Anschluss an das nationale Stromnetz derzeit noch in weiter Ferne scheint.
Die Landschaft selbst ist von dichter Vegetation bewachsen, die Baumgrenze liegt auf weit über 3000 Metern, so dass die umliegenden Berge zumindest teilweise bewaldet sind. Alles in allem finden sich hier ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Landwirtschaft und so ist auch die Ernährungslage der Bevölkerung als ausreichend bis gut anzusehen.

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geschichte  
 
LUG_Lugarawa_Geschichte  
  Lugarawa wurde 1926 von Deutschen Missionsbenediktinern gegründet. Schon Ende des 19. Jahrhunderts, als die Region noch als Deutsch Ostafrika eine Kolonie des Deutschen Reiches war, kamen die Benediktiner als Missionare ins Land. Von der Ostküste kommend drangen sie ins Landesinnere vor auf der Suche nach geeigneten Plätzen zur Gründung weiterer Niederlassungen. In Peramiho nahe Songea fanden sie so einen Platz und gründeten eine große Abtei nach dem Vorbild von St. Ottilien, ihrem Heimatkloster. Von Peramiho aus wurden zahlreiche weitere Missionsstationen gegründet, darunter auch Lugarawa, wo noch bis in die 1980er Jahre deutsche Missionare die Pfarre leiteten. Danach ging Lugarawa in die Verwaltung der Diözese Njombe über und wird seitdem von einheimischen Diözesanpriestern geleitet. Seit 2000 ist Father Jordan Mwajombe Gemeindepfarrer von Lugarawa und führt die Pfarre mit 15 „Outstations“ (entlegene Dörfer) gemeinsam mit Father Chrisantus Mlelwa.
Die Ortschaft und spätere Kleinstadt Lugarawa entwickelte sich - wie viele andere Orte in Tanzania - rund um diese ursprüngliche Missionsstation und deren Krankenhaus, welche einen wichtigen wirtschaftlichen Aussenposten in dieser sehr entlegenen Gegend darstellten. Bis heute ist das Krankenhaus ein bestimmender Faktor für den Forbestand und die weitere Entwicklung von Lugarawa.

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verwaltung  
 
LUG_Lugarawa_Verwaltung  
  Lugarawa liegt in der Region Njombe und da im District von Ludewa, das heißt, dass sich regionale Verwaltungseinheiten wie Schul-, Steuer- und Gesundheitsbehörden in Ludewa, ca 70km von Lugarawa entfernt befinden. An jedem Wochentag verkehrt eine Buslinie zwischen Lugarawa und Ludewa, man braucht schon zur Trockenzeit ca 3 Stunden um Ludewa zu erreichen. Lehrer müssen sich ihr Monatsgehalt meist persönlich von der dortigen Schulbehörde abholen und vom Gesundheitsministerium unentgeltlich zur Verfügung gestellte Medikamente gegen Malaria und HIV/AIDS werden über Ludewa geliefert - die Transportmittel, die das ermöglichen sind also ein durchaus lukrative Einkommensquelle für den Betreiber. Njombe hingegen ist als Verwaltungs-Hauptstadt der Region noch relativ jung - die Region Njombe wurde erst 2013 gegründet, davor gehörte das Gebiet zur Region von Iringa.

Von Seiten der kirchlichen Verwaltung ist Njombe der Sitz des Bischofs (Bischof Alfred Maluma) und der Diözese. Zur Diözese Njombe gehören gesamt ca 25 Pfarren, zur Pfarre von Lugarawa gehören 15 weiter Dörfer, die pastoral von Fr. Jordan und Fr. Chrisantus mit betreut werden. Die gesamte Pfarre Lugarawa hat ca 25.000 Einwohner und erstreckt sich auf einen Umkreis von ca 30 km.

In Lugarawa ist die Zusammenarbeit zwischen der kommunalen Führung (Village Chairman) und der kirchlichen Führung (Gemeindepfarrer) noch durchaus verbesserungsfähig. Die negativen Auswirkungen der allgegenwärtige Korruption staatlicher Behörden und politischer Institutionen ist auch hier deutlich zu spüren.

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