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Infrastruktur
Die öffentliche Infrastruktur in Lugarawa entspricht jener in vielen ländlichen Gegenden Tanzanias: sie ist schlichtweg nicht vorhanden. Nahezu alle Ressourcen, sei es die Versorgung mit Wasser und Strom oder die Erhaltung der Strassen liegt in der Hand der Einwohner die diese Aufgaben meist unentgeltlich wahrnehmen. Für Investitionen wie eine Müllentsorgung, Reparatur der Strassen oder neue Wasserleitungen ist kein Geld vorhanden, da mangels kommerziell oder öffentlich bereit gestellter Infrastruktur auch keine Einnahmen für selbige bestehen und so auch kein Kapital gebildet werden kann.
Es ist nicht abzusehen dass seitens der Verwaltungsbehörden dahin gehend Massnahmen ergriffen werden, so dass auch weiterhin auf eine Infrastruktur aufgebaut werden muss deren Existenz und Funktion in hohem Masse von externen Geldgebern wie NGOs und dem guten Willen der Einwohner abhängig ist.
Gerade die Diözese Njombe betreibt in Lugarawa einen grossen Teil der öffentlichen Infrastruktur: das Krankenhaus, das Kraftwerk und ein grosser Teil der Wasserleitungen sowie eine Buslinie befinden sich unter Verwaltung der Diözese und wird nach Möglichkeit von dieser finanziert. Wir arbeiten bei unseren Infrastrukturprojekten sehr eng mit den jeweiligen Betreibern zusammen, Interessenskonflikte und frustrierte Investitionen können damit nachhaltig vermieden werden. Zwischenzeitlich konnten wir auch fremdfinanzierte Projekte wie einen kommerziellen Grossgenerator als Stromquelle für Gewerbebetriebe erfolgreich realisieren und auch in Zukunft soll die Abwicklung von Projekten die nicht ausschliesslich über unseren Verein finanziert werden mehr in den Vordergrund treten.

 

Als nächstes dieser fremdfinanzierten Infrastrukturprojekte befindet sich die Generalsanierung des Wasserkraftwerks derzeit (Anfang 2014) in der Vorbereitungsphase. Hier wird ein Teil der Geldmittel über Unterstützer der Diözese Njombe aufgebracht, während die Verwaltung der Mittel, Beschaffung, Logistik und Realisierung und die Finanzierung des Restbetrages durch unseren Verein erfolgen. Wir sind stolz darauf, als kompetenter Projektansprechpartner zu gelten und diesbezüglich bereits mehrere erfolgreiche Projekte (wie z.B. die Installation der Solaranlage) Lugarawa vorweisen zu können.


 
 
 


Wasser wasser
Wasser
Sauberes Wasser ist wohl als wichtigste Ressource für jegliche menschliche Ansiedlung zu werten. Lugarawa ist durch seine Lage in den Bergen auf einer Höhe von etwa 1500 Metern in dieser Hinsicht als begünstigt anzusehen. Die umliegenden Berge bieten eine Vielzahl von Quellen aus denen sich (zumindest für Einheimische) trinkbares Wasser gewinnen lässt. Der Ort selbst wird mit einigen Wasserleitungen und einem komplexen System aus einzelnen und zentralen Wassertanks versorgt, so dass zumindest alle Bewohner an zentralen Wasserhähnen Zugang zu sauberem Leitungswasser haben. Diese muss zwar trotzdem abgekocht werden, da eine biologische Aufbereitung nicht möglich ist, es enthält aber keine nennenswerten anorganischen Verunreinigungen so dass die Verorgung der Bevölkerung als ausreichend angesehen werden kann.
Angesichts dieser allgemein erfreulichen Situation ist es besonders wichtig, die Wartung und den Ausbau des Leitungsnetzes sicher zu stellen um den Menschen auch weiterhin mit Wasser versorgen zu können. Die Unterstützung der Gemeinde von Lugarawa in diesen Belangen erfolgt grösstenteils durch Partner aus Italien.

 


Verkehr verkehr
Verkehr
Trotz der lokalen Bedeutung als Schul- und Gesundheitszentrum sowie als Marktplatz für die Bauern und Handwerker der umliegenden Dörfer ist Lugarawa nur über eine sehr schlechte und zu Regenzeiten oft unpassierbare Strasse mit der Aussenwelt verbunden. Dementsprechend sind private Autos in Lugarawa eine Seltenheit, die meisten Fahrzeuge gehören Institutionen wie der Diözesen, dem Spital oder öffentlichen Einrichtungen. Auch diverse private Unternehmer, die mit alten bis uralten Gebrauchtwagen eine Art Sammeltaxi als Alternative zu den Buslinien betreiben sind gelegentlich anzutreffen. Auch die Tatsache, dass die nächste Tankstelle mehr als 40 Kilometer entfernt liegt, bewirkt dass sich der Autoverkehr sehr in Grenzen hält. Seit einiger Zeit (ca. 2012) ist dagegen eine massive Zunahme an Motorrädern aus vorwiegend chinesischer Produktion zu beobachte, was der Wirtschaft wichitge Impulse verleiht: es entstehen Werkstätten, die Motorräder dienen als Personentaxis und Botendienstfahrzeuge und es wird auch von einigen Geschäften Treibstoff in Flaschen angeboten.
Öffentliche Verkehrsmittel in die umliegenden Städte Njombe und Ludewa verkehren zumeist regelmässig, sind aber langsam und notorisch überlastet, Schulbusse für die mehr als 2500 Schulkinder aus vielen umliegenden Ortschaften gibt es derzeit (2013) gar nicht.

 


Entsorgung entsorgung
Entsorgung
Jahrzehntelang stand die Versorgung der Entwicklungsländer mit Technologie, Wissen und dringend benötigten Gütern im Vordergrund der Entwicklungszusammenarbeit. Mittlerweile hat sich die Sitaution verändert und diese Länder haben mit dem aus der besser werdenden Versorgung resultierenden Anwachsen der Alt- und Problemstoffe zu kämpfen. Müllentsorgung auf andere Weise als offene Verbrennung in Erdlöchern ist nahezu unbekannt, der Umgang mit Problemstoffen und Sondermüll nur in Einzelfällen angemessen. Gerade auf dem Gebiet des Haus- und Gewerbemülls sind grosse Rückstände aufzuholen, so werden immer noch und immer mehr nichtbiologische Abfälle einfach auf der Strasse oder in die Landschaft "entsorgt". Die Menschen haben keinerlei Bewusstsein für die Notwendigkeit, Müll ordnungsgemäss und umweltschonend zu entsorgen - hier meint man die Situation in Südeuropa der 1970er Jahre wieder zu finden.
In Lugarawa versuchen wir seit geraumer Zeit, Müllentsorgung im öffentlichen Raum bewusst zu machen und erste Erfolge stellen sich bereits ein: so wurden an zentralen Orten Mülleimer aufgestellt die auch regelmässig geleert werden. Der gesammelte Müll wird an einer zentralen Stelle verbrannt, nicht brennbare Stoffe und die Asche werden anschliessend vergraben.
Dies kann nur einen elemntaren Anfang darstellen, aber es ist ein Beginn und mit steigendem Problembewusstsein ist auch mit weiteren Aktivitäten in dieser Hinsicht zu rechnen.
Ein wichtiger nächster Schritt wird der Bau einer zentralen Müllentsorgung für das Krankenhaus sein. Diese soll mit lokalen Ressourcen gebaut und erhalten werden um den infektiösen und gefährlichen Spitalsmüll damit zu vernichten.

 


 
Kommunikation kommunikation
Kommunikation
Moderne Kommunikationsmittel dienen als wichtige Triebfeder für ökonomische, soziale und kuturelle Entwicklung. Lugarawa war bis 2008 völlig von jeglicher Kommunikation abgescchnitten, es gab weder Telefon noch Handynetz und die einzige Internetverbindung lief über eine Satellitenleitung der italienischen Organisation QuAMM, welche diesen Dienst aber 2009 ersatzlos einstellte.
Im Oktober 2008 wurde in Lugarawa das Mobilfunknetz von Vodacom Tanzania in Betrieb genommen und sofort von den Einwohnern intensiv genutzt. Handel und Gewerbe entwickelten sich aufgrund vereinfachter Bestell- und Lieferwege positiv, die Menschen wanderten nicht weiter aufgrund der fehlenden Kommunikationsmöglichkeit mit Familien und Freunden in die umliegenden Städte ab und nicht zuletzt entwickelte sich ein wichtiger Wirtschaftszweig: der Handel mit PrePaid-Karten für das Telefonnetz.
Leider währte die Freude nicht lange, schon bald traten vermehrt Störungen im Netz auf welche 2011 zum völligen Zusammenbruch der Telefonverbindungen führten und Lugarawa wieder vom Rest der Welt isolierten. Dieser Zustand dauerte bis zum Jänner 2014 an als von Vodacom ein zusätzlicher Sender in Betrieb genommen wurde. Wir hoffen, dass dieses Mal ein stabiles Netz die weitere Entwicklung der Stadt Lugarawa begünstigt.

 


Energie energie
Energie
Lugarawa verfügt seit Ende der 1970er Jahre über ein kleines Wasserkraftwerk, welches den gesamten Ort und das Krankenhaus mit elektrischer Energie versorgt. Die Anlage ist alt, aber grundsätzlich funktionsfähig, jedoch ist die Leistung aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Fallhöhe von ca. 5 Metern und dem technischen Stand der Anlage relativ gering. So beträgt die gesamte Leistung im Vollbetrieb bestenfalls 175 PS - also etwa jene eines Mittelklasseautos.
Aufgrund des Alters und des Belastungszustandes der Kraftwerksanlage sind immer wieder Reparaturen erforderlich. Wir haben seit 2010 diese Instandsetzung unterstützt und hoffen, damit den Fortbestand des Kraftwerks für die nächsten Jahre zu sichern. Mittlerweile stellt sich jedoch heraus, dass eine Generalsanierung des Kraftwerks in naher Zukunft unerlässlich ist um auch weiterhin eine Versorgung von Lugarawa mit einem Mindestmass an elektrischer Energie sicher stellen zu können. Ein entsprechendes Projekt wurde unter dem Titel "energie.entwickelt" auf den Weg gebracht: in vier Phasen sollte die Energieversorgung grundlegend modernisiert werden. Die Phase 1 bis 3 (Solarenergie für das Krankenhaus, Erneuerung der Elektroinstallationen und Notstromversorgung) wurden 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Sanierung des Kraftwerks ist nach Sicherstellung der Finanzierung frühestens Anfang 2015 vorgesehen.

 


 
 
 
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